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Ist Honig Medizin? Honig wirkt entgiftend, stärkt das Immunsystem und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Er wirkt daher schon vorbeugend gegen viele Beschwerden und verstärkt die Wirkung von Heiltees. Man sollte den Honig aber erst kurz vor dem Trinken zusetzen, da einige seiner Wirkstoffe sehr hitzeempfindlich sind. Honig wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Er lindert Hustenreiz, erleichtert die Atmung und wirkt auswurffördernd.
Er hat eine abtötende Wirkung gegen eine Vielzahl von Bakterien und Pilzen und hilft auch bei entzündlichen Magen-/Darmerkrankungen.
Honig stärkt die Nerven. 2 TL Honig wirken entspannend: Das Gehirn produziert weniger Streßhormone, der Blutdruck sinkt.
Der Energiespender Honig macht fit. Er ist nicht nur süß, sondern auch reich an bioaktiven Substanzen. Er enthält Flavonoide, Duft- und Aromastoffe, die wichtig für den Stoffwechsel sind. Mineralien, Vitamine und Spurenelemente liegen zwar in geringer Konzentration vor, ergänzen sich aber in ihrer Wirkung. Trotz seiner Klebrigkeit verursacht Honig keine Karies wie Kristallzucker, denn er enthält einen hohen Anteil Fruchtzucker, der eine um 80% geringere kariöse Wirkung hat als Haushaltszucker. Außerdem hemmen die im Honig enthaltenen Inhibine das Wachstum der Karieserreger.
Honig macht nicht dick. Er ruft keinen Heißhunger auf Süßes hervor. Die im Honig enthaltene Fruktose (Fruchtzucker) findet sich als Zuckeraustauschstoff in vielen Diabetikererzeugnissen. Im Gegensatz zum Haushaltszucker erhöht sie den Blutzuckerspiegel nicht. Von besonders fruktosereichem (dunklem) Honig dürfen sogar Diabetiker kleine Mengen (25-30 g/Tag) naschen.
Honig wirkt als schnelles Kraftpaket z. B. für Sportler besser und zuverlässiger als isolierter weißer Traubenzucker. Es helfen dabei einige der über 200 Begleitstoffe.
Was sind Pollen? Pollen gelten als Stärkungsmittel. Unter anderem gibt es Pollen als Perlchen die getrocknet in Gläsern verkauft werden. Doch nur wenn diese wirklich frisch sind, sind sie zu empfehlen, denn der hohe Proteingehalt (Eiweiße) lässt sie leicht verderben. Die Bienen sammeln im Jahr ca. 20 Kg Pollen pro Volk. Diese Pollen stampfen die Bienen in Wabenzellen und geben Enzyme zu, wodurch das sogenannte Bienenbrot entsteht. Durch diesen Prozess wird dieses milchsauer und ist ca. ein Jahr haltbar. Verwendet wiord es zum Füttern der Bienenbabies. Die Geschmacksvielfalt bei Pollen ist noch unterschiedlicher als beim Honig.
Kann man Wachs essen? Wachs haben Menschen seit je her mit dem Honig gekaut. Auch als warmer Wickel auf die Burst ist Wachs ein altes Hausmittel. Zum Kauen besonders geeignet ist das Entdeckelungswachs von den Honigwaben. Darauf liegt in hauchdünnen Schichten auch Propolis. Bei Entzündungen im Mund und Rachen oder den Nasennebenhöhlen kann dadurch geholfen werden.Vielen Pollenallergikern hilft es Wachs zu kauen, denn die darin enthaltenen Pollen sind in seiner Wirkung geschwächt und ermöglichen so ein immunisieren. So nebenbei kann man aus Bienenwachs auch noch Kerzen machen, es wird div. Salben (z.B. Ringelblumensalbe, usw...) und Cremes zugesetzt und ein Stück Wachs in der Wohnung plaziert wirkt wochenlang als "ökogischer" Raumduft.
Mit Propolis heilen? Poropolis, das Kittharz der Bienen ist von Knospen gesammeltes Harz mit bieneneigenen Stoffen. Angeblcih kann schon der Duft allein heilen. Es ist das Putzmittel der Bienen und wirkt gegen Pilze, Bakterien und Viren. Einnehmen kann man es in Tropfen. Es soll das Immunsystem unterstützen, und das Gefäßsystem harmonisieren. Äußerlich wird es in Salben verwendet. Schon die alten Griechen hatten verschiedene Namen dafür und wußten um die heilende Wirkung von Propolis.
Gelee Royal? Gelee Royal der Königinnenfuttersaft aus den Kopfdrüsen der Arbeitsbienen, eine Art Milch, soll bei Wachstumstörungen helfen. Auch als Stärkungsmittel soll es von Bedeutung sein. Gelee Royal werden wahre "Wunder" zugeschrieben. Europaweit gibt es einen Engpass bei Gelee Royal. Durch die industrielle Gellee Royal Produktion in China wurde der Einsatz von Antibiotika nötig (gegen die Faulbrut der Bienen). Diese Stoffe werden vom Menschen über die Nahrungskette aufgenommen und kann zu Resistenzen gegenüber Antibiothikas führen. Die kleinen Mengen Gelee Royal, die von meinen Bienen genommen werden können, landen wo ? - im Maul des Imkers !
Woher wissen Honigbienen, dass sie Waldhonig oder Alpenblütenhonig sammeln müssen? Die Bienen sammeln den Honig, der am einfachsten und bequemsten zu sammeln ist. Stellt der Imker den Stock mitten in ein Kleefeld, wird mehr als 99% des Honigs Kleehonig sein. Genauso für die anderen Sorten.
Steht der Stock auf einer bunten Blumenwiese, gibt es halt "Blütenhonig".
Was kann der Endverbraucher gegen das plötzliche Bienensterben tun? Der Endverbraucher könnte die einheimischen Imker dadurch unterstützen, dass er nur Original Imkerhonig kauft und keine billige Importware. Der ist zwar etwas teurer, hat aber eine garantierte Qualität. Die Imker wären dann zumindest wirtschaftlich in der Lage ihre Bienenbestände zu halten und ggf. wieder "aufzustocken". Es besteht jedoch wohl noch kein Grund zu Panik. Das große Bienensterben in den USA -und etwas abgeschwächt auch bei uns- betrifft vorrangig die Honigbienen. Es gibt aber glücklicherweise noch einige Wildbienenarten. Die Zahlen aus den USA sind so groß, weil auch die dortigen Imkereien riesig sind ( 1.000 bis 10.000 Völker ). Wenn da etwas passiert, schlägt es gleich gewaltig zu. Bei uns gibt es -selbst bei Berufsimkern- nicht solche Bestände und die größte Zahl der Imker betreibt ihre Tätigkeit als Hobby ( 10 bis 50 Völker ) und Liebe zur Natur. Aber noch geht die Welt nicht unter.
Wieviel Honig produziert eine Biene in ihrem Leben? Honig ist ein Naturprodukt. Er entsteht durch die Sammelarbeit der Honigbienen. Durchschnittlich sind etwa 20.000 Flugeinsätze notwendig, um ein Liter Nektar zu sammeln. Ein Liter ergibt etwa 150 g Honig. Pro Tag macht eine Biene circa 40 Ausflüge und besucht durchschnittlich 4.000 Blüten. Mit anderen Worten: Für einen Liter Honig werden in durchschnittlich 10.000 Flugstunden etwa 10 Mio. Blüten angeflogen.
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